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|Kai Schätzel|Kompromisslos|Symphatisch|

Am Montag hatte ich das große Glück einen wundervollen Abend in einem der spannendsten Winzerbetriebe Rheinhessens zu verbringen.

Der Kontakt kam über Oliver Habig zu Stande…Guter Freund und ständiger Begleiter wenn es um das Thema Trinken geht…Nebenbei arbeitet er noch als Sommelier 😉

Also ging es am frühen Abend mit Oli und einem auf die Schnelle zubereitetem „Pulled Pork“ bewaffnet, ab nach Nierstein ins Weingut Schätzel.

Um ehrlich zu sein, bin ich gefühlt um 5Uhr morgens aufgestanden, um es vorzubereiten. Dazu aber mehr in einem anderen Post.

Empfangen wurden wir von |Kai Schätzel|, der seit 2008 für die Weine, aber vor allem auch für den schnellen Aufschwung des Weinguts in den letzten Jahren, verantwortlich ist.

Warum das so ist, sollten wir direkt zu Beginn im Herzstück des Betriebes kennen lernen, dem Weinkeller.

Ein altes Gewölbe, viele alte Fässer und eine Menge Tradition, die man förmlich spüren konnte.

Kai setzte sich auf auf die Treppe -seinen Lieblingsplatz- und drückte uns zunächst mal die „Kassette“ seiner Philosophie ins Ohr, die er wahrscheinlich schon zum tausendsten mal erzählt;)

Aber genau in diesen Sätzen wird schnell klar, mit welch einer Leidenschaft und Hingabe hier gearbeitet wird. Hier ist ein Winzer am Werk, der seine Idee von Wein absolut |Kompromisslos| durchzieht.

Schlank, rassig, kantig, mit vibrierender Säure und unglaublich niedrigen Alkoholwerten. Natürlich noch alles relativ verschlossen und vor allem für Ungeübte nicht einfach zu verstehen.

Wie geil das mit etwas Flaschenreife wird, sollten wir später erfahren.

Der Aufwand, der hier betrieben wird, ist enorm. Vor allem im Weinberg wird akribisch darauf hin gearbeitet diesen kühleren Stil in die Flasche zu bringen. Auch Kai hat einige Jahre gebraucht, um zu verstehen an welchen Schrauben er drehen muss, wie er uns beim Verkosten einiger Fässer verriet.

Nach der ausgiebigen Fass-Verkostung ging es dann raus aus dem Keller und rein ins Warme, zum entspanntesten Teil des Abends.

Also Flaschen auf den Tisch, Wein in die Gläser und „Pulled Pork“ auf den Teller.

Ich hoffe es hat geschmeckt, Kai? 🙂

Wir haben uns von seinen Silvanern, über den Guts- und Orts-Riesling hin zu einer Querverkostung seines Lagenrieslings „Pettenthal“ getrunken und sind letztlich bei seinem Baby, dem KabiNett aus verschiedenen Jahrgängen gelandet.

Ich möchte gar nicht so viel über die einzelnen Weine erzählen.

Vielmehr ist zu betonen, wie wir über den Wein geredet haben, wie wir ihn verkostet haben und wie deutlich es geworden ist, dass eine neue Zeitrechnung des Wein Trinkens endlich beginnen muss.

Man könnte vermuten, wenn einer der gefragtesten Winzer Rheinhessens, ein ausgebildeter Sommelier und ich 🙂  da sitzen, dass jeder Schluck, wie eine Wissenschaft auseinander genommen wird.

Falsch- viel mehr war es ein lockeres Beisammensein unter perfekten Rahmenbedingungen.

Guter Wein, leckeres Essen, tolle Gespräche und die Zeit vergessen….

Natürlich drehte sich vieles um die neuesten Sterneküchen dieser Welt oder um mein geniales Pulled Pork 🙂 aber sicherlich nicht um irgendwelche Schubladen-Sprachen des Weines.

Selbstverständlich haben wir auch ausgiebig über die einzelnen Weine gequatscht.

Aber so |sympathisch| und „easy“, wie Kai seine Weine beschreibt, so wie er sie trinkt und genießt, so sieht auch seine Philosophie aus.

Seine Weine sollen in erster Linie Spaß machen und langlebig sein. Man soll aber auch die Komplexität und die Idee dahinter verstehen können, sofern man es verstehen möchte.

Trinkt seinen Riesling KabiNett und ihr werdet verstehen, was ich meine.

Mit diesem Wein hat er alte schlafende Hunde geweckt und absolut polarisiert. Ich bin gespannt, ob sein Flaggschiff ,der Kabinett “P”, die deutsche Wein-Welt erobern wird.

Ich glaube: “JA!” 🙂