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Hallo liebe Neustadtfoodies,

ich melde mich wieder zurück aus meinem wohl verdienten Urlaub. Die Weihnachtstage verbringe ich immer mit meiner Familie auf einer einsamen Hütte im schönen Allgäu, zwischen Bergen, Rindern und viel viel Grünem 🙂

Wie das an Weihnachten immer so ist, möchte man nochmal seine liebsten Freunde und Verwandte treffen, bevor man sich für ein paar Tage verabschiedet und das Handy ausschalten darf. Dieses Jahr ist mir das coolerweise auch gelungen und mir ist beim Durchstöbern meiner ganzen Bilder aufgefallen, dass so ziemlich alles an Essen dieses Mal dabei war, was man sich so vorstellen kann. Von kurz angebratenem bis Schmoren, von günstig bis teuer, von deftig bis süss – alles war dabei.

Deshalb möchte ich heute mit dem Weihnachtsessen Part One beginnen:

“Das Dekadente”

Rinderfilet/Trüffel/Sellerie/Jus/Zwiebeln

Ja, das waren wohl die teuersten und speziellsten Zutaten, die ich dieses Weihnachten wohl verarbeitet habe.

Ist schon cool, wenn man einen Kumpel hat, der einem Mal auf die Schnelle ein Rinderfilet und einen schwarzen Trüffel vorbeibringt. Das habe ich mal dankend in Empfang genommen und bin schnell runter zum Türken auf die Boppstraße und habe nochmal geschlagene 8€ für die restlichen Zutaten ausgegeben 🙂

Vorab gab es noch eine kleine Entenbrust, kurz gebraten, mit etwas Meersalz, die ihr hier auf folgenden Bild seht.

 

Sellerie

Ich musste auch nicht lange überlegen und habe ein einfaches, aber leckeres Selleriepüree zubereitet. Dazu habe ich einen Knollensellerie geschält, in grobe Stücke und in Salzwasser und Gemüsebrühe gar gekocht. (Wenn ich ein Püree zubereite, nehme ich immer Wasser und Gemüsebrühe halb/halb, um dem Ganzen noch etwas mehr Geschmack zu verleihen). Danach etwas von der Flüssigkeit abgießen, sodass der Sellerie nicht mehr bedeckt von dem Wasser ist und dann alles mit dem Pürierstab, reichlich Butter und einem Schuss Sahne ordentlich pürieren.

Zwiebeln

Als Topping und säuerliche Note im Gericht habe ich meine roten eingelegten Zwiebeln schon Mittags vorbereitet. Nehmt euch zwei rote Zwiebeln vor und schneidet sie in dicke Streifen, kocht ca. 200ml Weißweinessig kurz mit einem großen Löffel Honig auf und packt die Zwiebeln dazu. Runter vom Herd und auskühlen lassen.

Jus

Um eine gute Jus, Grundsauce, herzustellen, benötigt man eigentlich viel viel Zeit. Man muss Rinderknochen anrösten, die Jus lange köcheln lassen, passieren etc. Auf die Schnelle funktioniert es aber auch folgendermaßen: Eine kleine Zwiebeln schön fein hacken und in etwas Öl anbraten. Danach schüttet ihr ca. 200ml von einem dunklen trockenen Rotwein darüber und lasst den Alkohol verbrennen. Nun dieselbe Menge eines Rinderfonds dazu und das Ganze für ca. 30Min reduzieren. (Wasser verdampft, Geschmack intensiviert sich) Passend zum Gericht, habe ich noch etwas Trüffel hinzugegeben und die Sauce letztlich mit Speisestärke abgebunden.

Trüffel

Als ich zum ersten Mal einen Trüffel verwendet habe, hatte ich auch ein komisches Gefühl und dachte, dieses stinkende schwarze Etwas vermasselt mir jetzt meine ganze Arbeit. Aber so ist es ganz und gar nicht. Wenn man den Trüffel in dünne Scheiben hobelt und ihn richtig dosiert, schmeckt es richtig klasse. Ich muss natürlich auch dazu sagen, dass ich mir aber niemals einen Trüffel selbst kaufen würde. (Preise von 50-1000€ je 100 Gramm) Da steht für mich der Preis nicht mehr in Relation zum Genuss. Aber gut, wenn ihr mal irgendwie zu einem kommen solltet, unbedingt probieren.

Rinderfilet

Ach ja, und ein Siammentaler Rinderfilet kam noch um die Ecke. Um vielleicht mal kurz Aufklärung zu betreiben: Das Simmentaler Rind kommt nicht aus Simmental, also keine geografische Kennzeichnung, sondern eine Rinderrasse. Um es auf den Punkt zu bringen, das Simmentaler Fleisch von McDonald’s hat eine andere Qualität, wie das aus einem guten Restaurant 🙂

 

Auf jeden Fall habe ich dieses gute Stück im Ganzen angebraten, danach in den Ofen geschoben für ca. 15Min bei 150Grad und dann nochmal 5Min in Alufolie ruhen lassen.

Das war schon ziemlich lecker, aber meine nächsten Gerichte werden definitiv wieder bodenständiger 🙂